US(D): Der Kollaps ist (r)eine mathematische aber auch sichere Sache
Die gute Nachricht zuerst: Der inszenierte Silberpreis-”Crash” ist bereits vorbei! Diese Woche dürfte sich der Silberpreis zwischen 33 und 40.60 US Dollar stabilisieren und wird bereits im Juni oder Juli 2011 die 50er-Marke überwinden! Ich halte auch an meinem Jahresendkursziel von US Dollar 100 und mehr für Silber nach wie vor fest!
Die schlechte Nachricht: JP Morgan, die FED, die CME, die COMEX und die nicht mehr ernst zu nehmende Kontrollbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) spannen zusammen und sind allesamt nach eigenen amerikanischen Regeln und Gesetzen als kriminelle Institutionen einzustufen, welche in einer “heilen und rein theoretisch” normalen (Finanz)-Welt allesamt auf eine dunkelschwarze Liste gehören!
Wessen Augen letzte Woche nicht nur gelähmt auf den mit konstant und hoher Geschwindigkeit fallenden Silberpreis fixiert waren, dem ist nicht entgangen, dass auch Rohöl (zeitweise fast -20%) und noch andere Rohstoffpreise massiv unter Druck geraten sind und gegen Ende der Woche auch der EURO versus US Dollar die magische 1.50er-Hürde nicht überspringen durfte. Genau das war und ist der echte Grund, warum man mit aller Gewalt auf Gold, Silber und EURO reinprügelt(e): Es ging wieder einmal um die (Zwischen)-Rettung des US Dollars. Dieser drohte wie schon im November 2009 noch deutlicher “abzusaufen”. Darum auch noch gegen Ende letzter Woche bis hinein ins Wochenende das erneute aufflackern des “Griechenland-Schuldensanierung-wir-steigen-aus-nein-doch-noch-nicht-vielleicht-nächste-Woche”-Schmierentheater’s! Und natürlich ging es auch darum zu zeigen, dass Silber eine ganz, ganz blöde Investition ist! (Keine Zinsen, keine Dividenden, Mehrwertsteuer und dann erst noch DIESER GIGANTISCHE KURSVERLUST….)
Es geht also wie gewohnt nicht um die Sache, sondern “man verdrängt” und wollte wieder für einige Stunden – zwar höchstens wirksam für 1-2 Wochen – vom Hauptproblem ablenken. Ach ja und dann war letzte Woche (6. Mai) auch noch das einjährige Jubiläum von diesem “unerklärlichen” Flash-Crash (DOW – 10% plus 10% in einer Handelssitzung) und das sollte wohl in dieser Form gebührend “gefeiert” werden!
Interessanterweise warteten dann auch sehr schnell die einfältigen Mainstream-Medien mit “Silber-Crash”-Berichten auf und haben den starken Kursrückgang mit dem “Brother-Hunt-Silver-Crash” von 1980 verglichen.Weil der steile Aufstieg vom Silber nur mit kurz aufeinanderfolgenden Margenerhöhungen an der COMEX ausgebremst werden konnte, werden diese Massnahmen aber höchstens noch diese Handelswoche ihre Wirkungen zeigen und Silber wird – wenn nicht schon diese Woche – übernächste Woche bereits wieder munter über US Dollar 40 handeln, um dann wie bereits einleitend geschrieben im Juni/Juli die 50er-Marke überwinden und im nächsten Aufwärtstrend mindestens bis US Dollar 66.6 ansteigen!
Silberpreisrückschläge von 30% und mehr hat es in den vergangenen Jahren immer schon gegeben. Vor ein paar Jahren haben diese Kurseinbrüche allerdings nur wenige Marktteilnehmer oder Investoren interessiert, weil Silber nicht wirklich auf dem “Anlage-Radar” institutioneller Anleger war. Das hat sich spätestens seit letztem Herbst merklich geändert und unterdessen wird doch fast gleichviel über Silber berichtet wie Gold. Durch eine zu erwartende galoppierenden (Hyper)-Inflation und Geldentwertung in den kommenden zwei Jahren und deswegen entsprechend explodierender Edelmetallpreise, dürfte die Volatilität bei Gold und Silber hoch bleiben und eher noch zunehmen. Edelmetall-Investoren brauchen also in der kommenden Zeit sehr starke Nerven und Edelmetall-Spekulanten sowieso!
Vergleich mit “Gebrüder Hunt”-Crash ist völlig daneben
Ich kann mir nicht wirklich erklären, warum die Massenmedien den Silberpreis-Rückgang von letzter Woche gleich mit der “Brother-Hunt-Story” vergleichen. Ich muss annehmen, dass diese Schreiberlinge (trotz Internet) nicht richtig recherchiert haben oder wohl eher nicht gerade wirklich stark in Mathematik sind! Zwischen der heutigen Situation am Silbermarkt und derjenigen vor 31 Jahren gibt es eigentlich nur etwas, was gleich ist: Die kriminellen Markteingriffe einiger dominanter Marktakteure und den “verantwortlichen” Kontrollbehörden und Marktregulator(i)en!
In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 2011 wurden die Margenerfordernisse für Silberfutures-Geschäfte – noch vor dem asiatischen Handelsbeginn – erneut deutlich erhöht, was zu einem ersten starken Kursrutsch von rund US Dollar 48 auf 42.75 führte. Es folgten während der Woche weitere “sinnlose” Margenerhöhungen und es auch gar nicht auszuschliessen, dass noch weitere folgen.
Wie war das damals bei bei den Hunt-Brüdern? (Auszug aus wikipedia.org)
Die Gebrüder Hunt kauften in dieser Zeit – in Zusammenarbeit mit mehreren wohlhabenden arabischen Geschäftsleuten – in großem Stil Silber, sowohl physisch als auch an der Warenterminbörse.
Insgesamt kauften die Hunts und ihre Partner circa 150 Millionen Unzen (ca. 5000 Tonnen) physisches Silber sowie ca. 200 Millionen Unzen Silber an der Warenterminbörse COMEX in New York.
Das physische Silber ließen die Hunts teils in eigens gecharterten Fracht-Flugzeugen nach Zürich und London bringen, auch weil sie dem amerikanischen Staat nicht trauten und eine Konfiszierung befürchteten. (Im Jahre 1933 hatte Präsident Roosevelt den privaten Goldbesitz in den USA verboten und alles Gold, das unter Androhung drakonischer Strafen nicht rechtzeitig in Papiergeld getauscht worden war, wurde beschlagnahmt. Dieses Goldbesitzverbot galt bis in das Jahr 1974). Der Preis für eine Unze Silber stieg von unter 2 Dollar im Jahre 1973 bis auf 50 Dollar im Januar 1980.
Das Verhängnis
Während es den Hunts gelang, ihr physisches Silber in Sicherheit zu bringen, wurden ihnen die Geschäfte an der Warenterminbörse zum Verhängnis. Sie kauften bei weiter steigendem Silberpreis immer größere Mengen an Silberkontrakten an der New York Commodities Exchange (COMEX), zuletzt teilweise auf Kredit.
Mitte Januar 1980 – der Silberpreis stand fast auf 50 Dollar pro Unze – schlug das amerikanische Finanz-Establishment zurück: über Nacht wurden von der Börsenaufsicht die Regeln an der COMEX geändert. Es durften keine weiteren Käufe mehr getätigt, also keine neuen Long-Positionen mehr eingegangen werden. Es wurde ein liquidation-only-Handel angeordnet, es durften nur noch bestehende Long-Positionen gegen bestehende Short-Positionen ausgeglichen werden.
Damit konnte der Silberpreis nur noch fallen, und das tat er auch sofort, zumal die short-positionierten Großbanken ihre Kaufgebote kräftig nach unten setzten.
Das führte zu dramatischen Verlusten bei den Long-Positionen der Hunts, die diesen Wertverfall umgehend in bar ausgleichen mussten – aber nicht konnten. Um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, mussten sie Teile ihrer Long-Positionen zu jedem Preis verkaufen, was den Preisverfall weiter beschleunigte.
Innerhalb weniger Wochen waren viele Milliarden Dollar zu bezahlen, die das gesamte Vermögen aufzehrten bis schließlich der Bankrott erklärt werden musste.
Sie sehen, es wurden auch damals “über Nacht” die Spielregeln geändert und das hatte dann die entsprechenden Auswirkungen auf den Silberpreis. Aber warum kann nun die damalige Situation nicht mit heute verglichen werden?
1. Die Gebrüder Hunt hatten eine physische Silberposition von 150 Millionen Unzen in der Schweiz und London “in Sicherheit gebracht”. Sie standen damals zusammen mit ihren arabischen Geldgebern und bis auf einige Spekulanten, welche auf der “Silber-Rakete” mitgeritten sind, alleine auf weiter Flur! Im letzten Jahr haben unzählige “kleine Silberbrüder” – sprich Silberinvestoren – über 300 Millionen Unzen (ohne Leverage) in Form von Silbermünzen und Barren gekauft. Die Hauptmotivation für diese Silberkäufe sind das Misstrauen gegenüber dem Finanz- und Währungssystem und dem Wissen, dass der Silberpreis seit einigen Jahrzehnten von JP Morgan und Co. regelmässig wie ein Bonsai-Bäumchen “zurück- und zurechtgeschnitten” wird. Mit anderen Worten ist der Silberpreis noch sehr, sehr weit davon entfernt auch nur ansatzweise im Verhältnis zu dem gigantischen (bald wertlosen) Papiergeldhaufen einigermassen korrekt bewertet zu sein. Auch wenn Silber auf “wertlose” US Dollar 100 steigt, ist das immer noch etwa US Dollar 1’400 unter dem aktuellen Goldpreis und darum ist da noch einiges Kurspotential vorhanden.
2. Die Gebrüder Hunt hatten zusätzlich noch etwa 200 Millionen Unzen über die COMEX erworben, leider eben auch auf Kredit. Damit waren sie der Willkür der COMEX und der Gnadenlosigkeit der Hochfinanz ausgeliefert. Das war ein grosser Fehler! Aber wie sieht es denn heute an der COMEX aus? Gemäss gut unterrichteter Quellen hat die COMEX per April noch etwa 30 Millionen Unzen Reserven, weil sich unterdessen eben institutionelle Anleger nicht mehr so einfach mit hirnrissigen “Cash-Settlements” abspeisen lassen. Es hält sich auch weiterhin hartnäckig das Gerücht, dass JP Morgan eine OTC-Short-Position von 3.5 Milliarden Unzen Silber (oder etwa 5 ganze Jahresproduktionen) vor sich hinschiebt. 3.5 Milliarden Unzen Silber zu einem Marktpreis von US Dollar 40 sind zwar “gigantische” 140 Milliarden US Dollar, aber für JP Morgan scheinbar nicht viel mehr als ein “Trinkgeld”. Immerhin schiebt JP eine Kreditderivate-Position von 96 Billionen US Dollar durch die Welt, was etwa dem 7-fachen vom Bruttoinlandprodukt der Vereinigten Staaten entspricht. Also ist diese Silbershort-Position im Gesamtkontext zum ganzen hoch toxischen “Derivatehaufen” ein Tropfen auf den heissen Stein. Ich gehe davon aus, dass die Gegenpartei für diese Shortposition ihren Firmensitz irgendwo auf den Bahamas oder Caymen Island hat. Ueber den Markt kann JP diese Shortposition NIE MEHR eindecken, denn die wirtschaftlich sinnvoll abbaubaren – noch in der Erdkruste schlummernden – Silberreserven betragen gerade noch etwa 8.5 Milliarden Unzen. Bei der aktuellen jährlichen Nachfrage von bald 1 Milliarde Unzen Silber, reicht dieses sowieso gerade noch etwa 10 Jahre und dann ist fertig lustig, fertig iphone 11, Flachbildschirme, Elektroautos und die ganzen anderen tausenden Anwendungsgebiete von Silber. Also, es gibt einen Bruder Hunt am Silbermarkt und der heisst JP Morgan, nur ist dieser Bruder spekulativ short Silber (und natürlich auch immer wieder auf den Futures- und Options-Verfall hin das gleiche im Gold). Scheint ganz so, dass Gold und Silber “Staatsfeind” Nummer 1 sind und die beiden Metalle “dauerzushorten” nicht nur eine JP-Morgan-Sportart sondern aus der Sicht unserer paranoiden amerikanischen Freunde wohl eher eine Angelegenheit Nationaler Sicherheit ist.
3. Es hat in der (Finanz)-Geschichte der Menschheit noch nie so unglaublich viel Papiergeld gegeben, dass zumindest heute immer noch “einen Wert” besitzt. 9 Milliarden Unzen Silberreserven (in der Erdkruste) kosten bei einem Marktpreis von US Dollar 40 ziemlich genau so viel wie die Griechen Schulden vor sich hinschieben, sprich US Dollar 360 Milliarden. Dieser Betrag entspricht 7% der “Ersparnisse” der Deutschen oder ungefähr gleichviel Prozentpunkten des in der Schweiz verwalteten Vermögens. UND NOCH sind diese 9 Milliarden Unzen ja noch gar nicht zu Tage gefördert.
4. Es gibt keine Nenneswerten Silberreserven. Bis noch vor 3 Jahren war China Silbernetto-Exporteuer, weil bei der Verarbeitung der gigantischen Mengen von Kupfer immer wieder Silber als Nebenprodukt gewonnen wurde. China braucht das Silber unterdessen nicht nur für die eigene Bevölkerung, welche seit 2 Jahren offiziell kaufen darf, sondern selbst die chinesische Zentralbank “gibt zu”, nebst Gold auch Silber zu kaufen.
5. Die Investorennachfrage hat sich in den vergangenen 5 Jahren von unter 50 Millionen Unzen auf über 300 Millionen Unzen versechsfacht!
6. Die je geförderte Menge Silber liegt unterdessen bei etwa 48 Milliarden Unzen. Davon sind rund 90% spurenelementmässig in unzähligen Geräten und durch sämtliche anderen Anwendungsbereiche bereits wegverbraucht! Von den restlichen 8 Milliarden Unzen “schlummern” rund 50% in Form von Tafelsilber und Schmuck vor sich hin und etwa 4 Milliarden Unzen wurden zu Münzen und Silberbarren verarbeitet. Aufgeklärte (Silber)-Investoren werden dieses Silber hoffentlich nicht zu aktuellen “Schleuderpreisen” verkaufen, denn sie wissen, dass von dem Papiergeld-Berg nach den bevorstehenden Währungsreform-Vernichtungsplänen der Vereinigten Staaten, der EU, UN, dem IMF und der EZB nichts mehr übrig bleibt: Keine Lebensversicherungen, Bausparverträge und auch die langersehnte Rente gehen allesamt den Bach runter. Da waren die Aussichten 1980 doch noch ein bisschen optimistischer, denn das unkontrollierte “Schuldenmachen” war erst etwa 10 Jahre alt (Aufhebung der Bretton-Woods-Systems).
FAZIT 1: Solche Kursrückschläge sind Geschenke von unseren “Bonsai-Gärtnern” JP Morgan und Co. und diese soll man nicht ausschlagen oder dabei gar frustriert sein sondern zuschlagen und weiter physisch Silber kaufen! Unter US Dollar 100 ist der Silberpreis ein absolutes Schnäppchen und man sollte erst mit Zukäufen stoppen, wenn der Silberpreis zu einem Zehntel vom Goldpreis handelt! Verkaufen sollte man Silber erst, wenn beide Finanz- und Währungssysteme – sprich das aktuelle und das darauffolgende unter der Schirmherrschaft vom IMF und UNO – zusammengebrochen sind oder Silber zum gleichen Preis handelt wie der Goldpreis!
FAZIT 2: Die Spielregeln an Warenterminmärkten und für “Wertpapiere” – zum Beispiel auch Edelmetall-ETFs – können jederzeit unter irgendwelchen “scheinheiligen” Vorwänden UEBER NACHT! geändert werden. Machen sie sich JETZT darüber Gedanken! Nach der Nacht “danach” ist es zu spät!
Freuen sie sich auf die kommenden Wochen und Tage! Der Silberpreis erreicht schon sehr bald neue Höchstkurse! Unsere unfähigen Politiker und Notenbanker sowie die “Bonsai-Schnippel-Aktionen” sind die 100%ige Garantie dafür!
Herzliche Grüsse
Oliver Disler Augentum Financial Services
Nachfrage der Investoren nach physischem Edelmetall ist ungebrochen hoch – Der Silberpreis wird sich dem Goldpreis annähern.
Gold und Silber sind in den vergangenen zwölf Monaten erneut deutlich teurer geworden. Der Goldpreis hat über 30% zugelegt, und der Silberpreis hat sich mehr als verdoppelt. Ein Ende des positiven Trends ist noch nicht absehbar, und beide Metalle werden in den kommenden Monaten noch massiv an Wert zulegen. Die Triebfedern für die erwarteten Kursavancen sind jedoch nicht dieselben. Gold ist bei Anlegern als klassisches Anlageinstrument in der Regel immer noch beliebter als Silber, unter anderem, weil auf Gold keine Mehrwertsteuern zu entrichten sind. Vergleicht man aber die Performance von Gold und Silber über die letzten zehn Jahre, so schneidet das weisse Metall deutlich besser ab. Der Goldpreis kletterte zwar stolze 300%, aber Silber verteuerte sich um 700%. Der Grund für die unterschiedliche Wertsteigerung liegt im Verwendungszweck.
In der Geschichte der Menschheit wurden bisher rund 5,5 Mrd. Unzen Gold gefördert und zu Schmuck, Barren und Münzen verarbeitet. Nur ein kleiner Teil davon wurde industriell verarbeitet, und mehr als 95% des Goldes sind noch relativ frei verfügbar und werden gehortet. Bei Silber ist ziemlich genau das Gegenteil der Fall: Zwar wurden in den letzten 8000 Jahren rund 46 Mrd. Unzen aus der Erdkruste geholt, davon wurden jedoch über 95% für industrielle Zwecke verbraucht. Die restlichen 5% teilen sich auf Silberbesteck, Schmuck sowie Barren und Münzen auf.
Angespannt
Pro Jahr werden rund 80 Mio. Unzen Gold neu gefördert – die Nachfrage beträgt rund 130 Mio. Die Differenz wird durch Recycling und Notenbankengold gedeckt. Die Angebotslücke von aktuell 50 Mio. wird in den kommenden fünf Jahren auf mehr als 100 Mio. Unzen steigen, da einerseits die Nachfrage weiter zunimmt und anderseits die geförderte Menge auf 50 bis 60 Mio. Unzen abnimmt. Das steigende Angebotsdefizit kann nur über einen deutlich höheren Goldpreis ausgeglichen werden.
In Silber ist die Situation noch prekärer. Die Nachfrage liegt um 930 Mio. Unzen pro Jahr, aber es werden nur rund 730 Mio. neu gefördert. Im Unterschied zu Gold gibt es in Silber keine nennenswerten Reserven mehr. Letztes Jahr wurden von der Industrie mehr als 600 Mio. Unzen verbraucht, und die Investorennachfrage hat die Schwelle von 300 Mio. überschritten. Noch vor fünf Jahren lag die Nachfrage der Anleger unter 50 Mio. Unzen. Sollte sie künftig in gleichem oder noch höherem Tempo zunehmen, könnte der Industrie bald das nötige Silber für Flachbildschirme, iPhones, Elektromobile und weitere industrielle Anwendungen fehlen. Das könnte ein Grund dafür sein, dass es eher zu einem Silberverbot kommt, als dass Regierungen und Notenbanken Gold verbieten oder gar konfiszieren. Die angespannte Angebots- und Nachfragesituation ist für beide Metalle praktisch eine Garantie für weitere Kurssteigerungen.
Gold vs. Papier
Ein wichtiger Grund für die zunehmende Nachfrage nach physischem Gold und Silber liegt in der zügellosen Schuldenpolitik westlicher Industrienationen. Das ist ein eindeutiger Vorbote für Währungsreformen nicht nur im Euroraum. Auch die Vereinigten Staaten werden früher oder später damit konfrontiert werden. Bei Währungsreformen wird das Geld entwertet, Sparguthaben werden vernichtet, und die Kaufkraft sinkt. Die besten liquiden Wertaufbewahrungsmittel, die vor Kaufkraftverlust anlässlich einer Währungsreform schützen, sind Gold und Silber.
Addiert man die investierten Vermögen in Aktien und Anleihen, ergibt sich ein Wert von zirka 140 Bio. $. Die Notenbanken verfügen weltweit gemäss eigenen Angaben über Goldreserven in der Höhe von 20 000 Tonnen oder 1 Bio. $. Einmal ganz abgesehen davon, dass dieses Gold der Bevölkerung bei Währungskrisen nicht zur Verfügung steht, veranschaulicht es doch, dass es aktuell ein offensichtliches Ungleichgewicht zwischen «Wert»-Papieren und dem Wert von Gold gibt.
Japan-Effekt
Falls sich die Lage in Japan nicht bald stabilisiert, könnte das einen erheblichen Einfluss auf das Finanzsystem haben. Man darf sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn Tokio starker radioaktiver Strahlung ausgesetzt wäre. Das Vertrauen in den Yen und in die japanische Wirtschaft würde sich in Luft auflösen, die Auswirkungen wären weltweit zu spüren. Die Ereignisse rund um die beschädigten Atomkraftwerke in Japan haben bewirkt, dass nun in fast allen Ländern die Atomenergie auf dem Prüfstand steht.
Die Forderung nach alternativer Energiegewinnung ist erneut eines der zentralen Themen. Die Aktienkurse von Windturbinen- und Solarzellenherstellern sind nach den Ereignissen in Japan hochgeschnellt. Silber wird im Bereich erneuerbarer Energien in grossem Stil verwendet – die Nachfrage dürfte auch aus diesem Grund steigen.
Das Angebotsdefizit, die steigende Investorennachfrage, mögliche Währungsreformen und die unsichere geopolitische Lage werden Gold und Silber schon bald exorbitante Preisniveaus erreichen lassen. Der Goldpreis dürfte noch dieses Jahr auf deutlich über 2000 $ pro Unze steigen. Silber nimmt schon bald die Marke von 50 $ in Angriff, um dann in den nächsten 24 Monaten auf mehr als 100 $ zu klettern. Das Preisverhältnis zwischen Gold und Silber dürfte in den nächsten Monaten auf 20 sinken. In fünf bis zehn Jahren wird sich der Silber- dem Goldpreis annähern.
Diesen Beitrag habe ich für die Finanz & Wirtschaft verfasst und ist am 26. März 2011 erschienen. Das “Original”-PDF-Dokument ist diesem Beitrag angehängt.
PDF: Gold und Silber – das beste Investment der nächsten zehn Jahre
Herzliche Grüsse
Oliver Disler Augentum Financial Services

Der Willard Wigan ist ein Künstler und wurde unter anderem durch seine “Mikro-Skulpturen” bekannt, welche er in Nadelöhren einarbeitete! Das Bild nebenan zeigt den unglaublich starken “Hulk”, welcher ein güldenes Nadelöhr “sprengt”.
Im Finanzmarkt gibt es gleich eine ganze Anzahl von “güldenen Nadelöhren” und Millionen von “Hulks”! Die Kursbewegungen vom gestrigen Tag haben einige “Nadelöhre” ins Rampenlicht gerückt! Engpässe, Flaschenhals-Syndrome oder eben Nadelöhr-Situationen “entstehen” am Finanzmarkt dann, wenn gleichzeitig viele Investoren das gleiche Bedürfnis haben. Die Auswirkungen sind je nach dem starke Kurs-Avancen oder Einbrüche!
Gestern haben sich schnell viele Aktionäre von ihren Aktien getrennt, das führte zu deutlichsten Kursabschlägen, der EURO wurde erneut auf die Schlachtbank geführt, 2-jährige Griechenland-Anleihen “rendierten” über 18% und der Goldpreis katapultierte von US Dollar 1147 bis auf 1173!
Langsam aber sicher verdichten sich die Anzeichen, dass den professionellen Kursgestaltern das Manipulations-Zepter ihren mächtigen Händen entgleitet! Unzählige Berichte von verunsicherten Anlegern, Ausverkaufs-Stimmung bei Edelmetall-Händlern, Enpässe bei Silber-Barren und Münzen (hmmm warum sinkt wohl der Silberpreis an einem solchen Tag?), sogar Schlangen vor den Numismatik-Schaltern in der Schweiz…ich frage mich schon, was schreibe ich nächste Woche.
Es wird immer deutlicher, dass die Eurokrise offiziell zum Auslöser der nächsten “Runde” Finanzkrise avanciert. Kein Wunder, denn die Regierungen, die Politiker und die Notenbänker sind mit der aktuellen Situation masslos überfordert! Griechenland hat unterdessen noch ein Triple-B-Rating, was soviel heisst, dass Griechenland-Anleihen-Besitzer noch etwa 30-50% von dem investierten Geld zurückbezahlt wird, der EURO befindet sich im Sturzflug und dürfte in den nächsten Tagen oder Wochen irgendwo zwischen 1.18 und 1.25 “landen”. Über die mögliche Entwicklung der Solvenz von Portugal, Spanien und Italien möchte gar niemand wirklich laut nachdenken!
Wir kommen nun in eine Zeit, da möchten (wieder) viele Anleger zur gleichen Zeit das Gleiche, sprich durch dasselbe Nadelöhr:
1. Raus aus dem EURO
2. Über kurz oder lang, raus aus den Aktien
3. Raus aus Anleihen
4. Rein in physische Metalle
Unterdessen werden immer mehr Daten für eine “Währungsreform” herumgereicht. Der Zeitraum vom 10. bis 15. Mai soll es sein. Währungsreform in Anführungs- und Schlusszeichen, weil es sich wohl eher um einen möglichen Ausstieg Deutschlands aus dem Euro handeln dürfte/sollte als eine grossangelegte und definitiv sinnlose Rettung der PIGS-Staaten (von Grossbritannien spricht ja zum Glück noch niemand grossartig)! Ich bin da zwar noch skeptisch, aber trotzdem gibt es eine auffällige Zunahme von Berichten von Geldtransporten in Deutschland, Softwareumstellungen von Kassen- und Geldautomaten sowie aussergewöhnlich vielen zusätzlich, bereits angekündigten Bankschalter-”Feiertagen” um das genannte Datum herum! Trotzdem kommt es mit diesen “heissen” Daten doch öfters anders, als das angenommen wird. Solche Daten sind insofern “gefährlich”, dass es zu einer unkontrollierbaren Massenbewegung sprich “Bankruns” führen könnte! Schauen wir mal, “aber hoffentlich nicht in die Röhre, wenn uns Angie das mit einem süssen Lächeln nach den NRW-Wahlen verkündet”! –
Damit kommt unweigerlich auch die Zeit, der “Märchenonkels”, die bald verkünden werden, dass Aktien unterbewertet seien, dass es nun unglaubliche Chancen im europäischen Anleihenmarkt gäbe und wegen dem “starken” US Dollar (es nichts anderes als eine ausgeprägte EURO-Schwäche!) müsse nun der Goldpreis fallen! Glauben sie an all diese Märchen nicht!
Anleger sollten sich nun auf ein bestimmtes Nadelöhr konzentrieren – oder besser durch dieses schlüpfen – und die richtigen, wichtigen “deals” einfädeln und das ist natürlich physisch Gold und Silber! Der Goldpreis wird in den kommenden Wochen sehr volatil bleiben aber auch sehr stark ansteigen! Kursrückschläge bei Gold und Silber sind unfreiwillige, inszenierte Geschenke vom Goldkartell (FED, JP Morgan, Goldman Sachs, CITI, Deutsche Bank, HSBC und Co.) und die sollten Anleger unbedingt annehmen; es sind exzellente Kaufgelegenheiten! Der Goldpreis wird schon sehr bald und verhältnismässig mühelos über EUR 1’000 ansteigen! Es wird so sein, dass der Gold- und Silberpreis vom Goldkartell in nächster Zeit nicht mehr künstlich niedergehalten wird oder wohl besser werden kann, damit man dann schon bald über die Massenmedien verbreiten kann, dass der Goldpreis nun über das Ziel hinausgeschossen sei und darum viel zu teuer! Natürlich auch das ein Märchen! Intelligente Anleger kaufen solange Gold, bis die echten und schmerzhaften Währungsreformen durchgeführt wurden; im EURO UND US Dollar!
In den nächsten Wochen werden auch Zweifel am gar nicht stattfindenden Wirtschaftsaufschwung aufkommen! Zu Recht! Dabei wird wohl versucht werden, Anleger von Investments in physisch Silber abzuhalten (“ist doch eh “nur” ein Industriemetall”). Bei den weissen Metallen hatte das gestern auch schon ein bisschen “Spuren” hinterlassen. Das sind aber nichts anderes als exzellente Kaufgelegenheiten. Wenn nämlich der Goldpreis in den nächsten Wochen Richtung US Dollar 1’300 – 1’400 durchstartet, wird auch der Silberpreis massivst nach oben ausbrechen!
Das Gold/Silber-Ratio (GSR) von mehr als 62 ist deutlich zu hoch und wird sich den nächsten 6-12 Monaten in einem ersten grossen Schritt auf 30-40 zurückbilden. Steigt der Goldpreis tatsächlich auf 1’400, dann katapultiert das den Silberpreis auf 30 bis 40 US Dollar! Der Silberpreis mag noch eine gewisse Zeit lang unter Kontrolle gehalten werden, aber spätestens ab US Dollar 19.50 kommt es zu eruptiven und unkontrollierten Kursavancen! Wer also ein wirklich kleverer Edelmetall-Investor ist, der hat natürlich bereits schon viel physisch Gold aber sollte unbedingt noch ganz viel physisch Silber dazukaufen!
Sollte das phyisch verfügbare Silber in Form von preiswerten 1-Unzen-Philharmonikern oder 1-Kilogramm-Silberbarren in den kommenden Tagen oder Wochen in der Schweiz oder Deutschland ausgehen, dann kenne ich einen (Aus)-Weg durch das “Silberne Nadelöhr” und damit sei eine “kleine” Reserve von ein paar hunderttausend Unzen Silber gemeint! Ernsthaft interessierte Investoren schreiben mir dazu eine Mail an augentumfs@gmail.com (Mindest-Anfrage-Menge 200 Unzen!).
Freundliche Grüsse und
viel Spass beim Einfädeln
oliver disler augentum fs
P.S.: Lesen Sie über Silber auch folgenden interessanten Beitrag: “Superlativ = Silber – oder das beste Investment der nächsten 10 Jahre!”