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US(D): Der Kollaps ist (r)eine mathematische aber auch sichere Sache

Der inszenierte Silberpreis-”Crash”

9. Mai 2011 6 Kommentare

Die gute Nachricht zuerst: Der inszenierte Silberpreis-”Crash” ist bereits vorbei! Diese Woche dürfte sich der Silberpreis zwischen 33 und 40.60 US Dollar stabilisieren und wird bereits im Juni oder Juli 2011 die 50er-Marke überwinden! Ich halte auch an meinem Jahresendkursziel von US Dollar 100 und mehr für Silber nach wie vor fest!

Die schlechte Nachricht: JP Morgan, die FED, die CME, die COMEX und die nicht mehr ernst zu nehmende Kontrollbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) spannen zusammen und sind allesamt nach eigenen amerikanischen Regeln und Gesetzen als kriminelle Institutionen einzustufen, welche in einer “heilen und rein theoretisch” normalen (Finanz)-Welt allesamt auf eine dunkelschwarze Liste gehören!

Wessen Augen letzte Woche nicht nur gelähmt auf den mit konstant und hoher Geschwindigkeit fallenden Silberpreis fixiert waren, dem ist nicht entgangen, dass auch Rohöl (zeitweise fast -20%) und noch andere Rohstoffpreise massiv unter Druck geraten sind und gegen Ende der Woche auch der EURO versus US Dollar die magische 1.50er-Hürde nicht überspringen durfte. Genau das war und ist der echte Grund, warum man mit aller Gewalt auf Gold, Silber und EURO reinprügelt(e): Es ging wieder einmal um die (Zwischen)-Rettung des US Dollars. Dieser drohte wie schon im November 2009 noch deutlicher “abzusaufen”. Darum auch noch gegen Ende letzter Woche bis hinein ins Wochenende das erneute aufflackern des “Griechenland-Schuldensanierung-wir-steigen-aus-nein-doch-noch-nicht-vielleicht-nächste-Woche”-Schmierentheater’s! Und natürlich ging es auch darum zu zeigen, dass Silber eine ganz, ganz blöde Investition ist! (Keine Zinsen, keine Dividenden, Mehrwertsteuer und dann erst noch DIESER GIGANTISCHE KURSVERLUST….)

Es geht also wie gewohnt nicht um die Sache, sondern “man verdrängt” und wollte wieder für einige Stunden – zwar höchstens wirksam für 1-2 Wochen – vom Hauptproblem ablenken. Ach ja und dann war letzte Woche (6. Mai) auch noch das einjährige Jubiläum von diesem “unerklärlichen” Flash-Crash (DOW – 10% plus 10% in einer Handelssitzung) und das sollte wohl in dieser Form gebührend “gefeiert” werden!
Interessanterweise warteten dann auch sehr schnell die einfältigen Mainstream-Medien mit “Silber-Crash”-Berichten auf und haben den starken Kursrückgang mit dem “Brother-Hunt-Silver-Crash” von 1980 verglichen.Weil der steile Aufstieg vom Silber nur mit kurz aufeinanderfolgenden Margenerhöhungen an der COMEX ausgebremst werden konnte, werden diese Massnahmen aber höchstens noch diese Handelswoche ihre Wirkungen zeigen und Silber wird – wenn nicht schon diese Woche – übernächste Woche bereits wieder munter über US Dollar 40 handeln, um dann wie bereits einleitend geschrieben im Juni/Juli die 50er-Marke überwinden und im nächsten Aufwärtstrend mindestens bis US Dollar 66.6 ansteigen!

Silberpreisrückschläge von 30% und mehr hat es in den vergangenen Jahren immer schon gegeben. Vor ein paar Jahren haben diese Kurseinbrüche allerdings nur wenige Marktteilnehmer oder Investoren interessiert, weil Silber nicht wirklich auf dem “Anlage-Radar” institutioneller Anleger war. Das hat sich spätestens seit letztem Herbst merklich geändert und unterdessen wird doch fast gleichviel über Silber berichtet wie Gold. Durch eine zu erwartende galoppierenden (Hyper)-Inflation und Geldentwertung in den kommenden zwei Jahren und deswegen entsprechend explodierender Edelmetallpreise, dürfte die Volatilität bei Gold und Silber hoch bleiben und eher noch zunehmen. Edelmetall-Investoren brauchen also in der kommenden Zeit sehr starke Nerven und Edelmetall-Spekulanten sowieso!

Vergleich mit “Gebrüder Hunt”-Crash ist völlig daneben

Ich kann mir nicht wirklich erklären, warum die Massenmedien den Silberpreis-Rückgang von letzter Woche gleich mit der “Brother-Hunt-Story” vergleichen. Ich muss annehmen, dass diese Schreiberlinge (trotz Internet) nicht richtig recherchiert haben oder wohl eher nicht gerade wirklich stark in Mathematik sind! Zwischen der heutigen Situation am Silbermarkt und derjenigen vor 31 Jahren gibt es eigentlich nur etwas, was gleich ist: Die kriminellen Markteingriffe einiger dominanter Marktakteure und den “verantwortlichen” Kontrollbehörden und Marktregulator(i)en!
In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 2011 wurden die Margenerfordernisse für Silberfutures-Geschäfte – noch vor dem asiatischen Handelsbeginn – erneut deutlich erhöht, was zu einem ersten starken Kursrutsch von rund US Dollar 48 auf 42.75 führte. Es folgten während der Woche weitere “sinnlose” Margenerhöhungen und es auch gar nicht auszuschliessen, dass noch weitere folgen.

Wie war das damals bei bei den Hunt-Brüdern? (Auszug aus wikipedia.org)

Die Gebrüder Hunt kauften in dieser Zeit – in Zusammenarbeit mit mehreren wohlhabenden arabischen Geschäftsleuten – in großem Stil Silber, sowohl physisch als auch an der Warenterminbörse.

Insgesamt kauften die Hunts und ihre Partner circa 150 Millionen Unzen (ca. 5000 Tonnen) physisches Silber sowie ca. 200 Millionen Unzen Silber an der Warenterminbörse COMEX in New York.

Das physische Silber ließen die Hunts teils in eigens gecharterten Fracht-Flugzeugen nach Zürich und London bringen, auch weil sie dem amerikanischen Staat nicht trauten und eine Konfiszierung befürchteten. (Im Jahre 1933 hatte Präsident Roosevelt den privaten Goldbesitz in den USA verboten und alles Gold, das unter Androhung drakonischer Strafen nicht rechtzeitig in Papiergeld getauscht worden war, wurde beschlagnahmt. Dieses Goldbesitzverbot galt bis in das Jahr 1974). Der Preis für eine Unze Silber stieg von unter 2 Dollar im Jahre 1973 bis auf 50 Dollar im Januar 1980.

Das Verhängnis

Während es den Hunts gelang, ihr physisches Silber in Sicherheit zu bringen, wurden ihnen die Geschäfte an der Warenterminbörse zum Verhängnis. Sie kauften bei weiter steigendem Silberpreis immer größere Mengen an Silberkontrakten an der New York Commodities Exchange (COMEX), zuletzt teilweise auf Kredit.

Mitte Januar 1980 – der Silberpreis stand fast auf 50 Dollar pro Unze – schlug das amerikanische Finanz-Establishment zurück: über Nacht wurden von der Börsenaufsicht die Regeln an der COMEX geändert. Es durften keine weiteren Käufe mehr getätigt, also keine neuen Long-Positionen mehr eingegangen werden. Es wurde ein liquidation-only-Handel angeordnet, es durften nur noch bestehende Long-Positionen gegen bestehende Short-Positionen ausgeglichen werden.

Damit konnte der Silberpreis nur noch fallen, und das tat er auch sofort, zumal die short-positionierten Großbanken ihre Kaufgebote kräftig nach unten setzten.

Das führte zu dramatischen Verlusten bei den Long-Positionen der Hunts, die diesen Wertverfall umgehend in bar ausgleichen mussten – aber nicht konnten. Um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, mussten sie Teile ihrer Long-Positionen zu jedem Preis verkaufen, was den Preisverfall weiter beschleunigte.

Innerhalb weniger Wochen waren viele Milliarden Dollar zu bezahlen, die das gesamte Vermögen aufzehrten bis schließlich der Bankrott erklärt werden musste.

Sie sehen, es wurden auch damals “über Nacht” die Spielregeln geändert und das hatte dann die entsprechenden Auswirkungen auf den Silberpreis. Aber warum kann nun die damalige Situation nicht mit heute verglichen werden?

1. Die Gebrüder Hunt hatten eine physische Silberposition von 150 Millionen Unzen in der Schweiz und London “in Sicherheit gebracht”. Sie standen damals zusammen mit ihren arabischen Geldgebern und bis auf einige Spekulanten, welche auf der “Silber-Rakete” mitgeritten sind, alleine auf weiter Flur! Im letzten Jahr haben unzählige “kleine Silberbrüder” – sprich Silberinvestoren – über 300 Millionen Unzen (ohne Leverage) in Form von Silbermünzen und Barren gekauft. Die Hauptmotivation für diese Silberkäufe sind das Misstrauen gegenüber dem Finanz- und Währungssystem und dem Wissen, dass der Silberpreis seit einigen Jahrzehnten von JP Morgan und Co. regelmässig wie ein Bonsai-Bäumchen “zurück- und zurechtgeschnitten” wird. Mit anderen Worten ist der Silberpreis noch sehr, sehr weit davon entfernt auch nur ansatzweise im Verhältnis zu dem gigantischen (bald wertlosen) Papiergeldhaufen einigermassen korrekt bewertet zu sein. Auch wenn Silber auf “wertlose” US Dollar 100 steigt, ist das immer noch etwa US Dollar 1’400 unter dem aktuellen Goldpreis und darum ist da noch einiges Kurspotential vorhanden.

2. Die Gebrüder Hunt hatten zusätzlich noch etwa 200 Millionen Unzen über die COMEX erworben, leider eben auch auf Kredit. Damit waren sie der Willkür der COMEX und der Gnadenlosigkeit der Hochfinanz ausgeliefert. Das war ein grosser Fehler! Aber wie sieht es denn heute an der COMEX aus? Gemäss gut unterrichteter Quellen hat die COMEX per April noch etwa 30 Millionen Unzen Reserven, weil sich unterdessen eben institutionelle Anleger nicht mehr so einfach mit hirnrissigen “Cash-Settlements” abspeisen lassen. Es hält sich auch weiterhin hartnäckig das Gerücht, dass JP Morgan eine OTC-Short-Position von 3.5 Milliarden Unzen Silber (oder etwa 5 ganze Jahresproduktionen) vor sich hinschiebt. 3.5 Milliarden Unzen Silber zu einem Marktpreis von US Dollar 40 sind zwar “gigantische” 140 Milliarden US Dollar, aber für JP Morgan scheinbar nicht viel mehr als ein “Trinkgeld”. Immerhin schiebt JP eine Kreditderivate-Position von 96 Billionen US Dollar durch die Welt, was etwa dem 7-fachen vom Bruttoinlandprodukt der Vereinigten Staaten entspricht. Also ist diese Silbershort-Position im Gesamtkontext zum ganzen hoch toxischen “Derivatehaufen” ein Tropfen auf den heissen Stein. Ich gehe davon aus, dass die Gegenpartei für diese Shortposition ihren Firmensitz irgendwo auf den Bahamas oder Caymen Island hat. Ueber den Markt kann JP diese Shortposition NIE MEHR eindecken, denn die wirtschaftlich sinnvoll abbaubaren – noch in der Erdkruste schlummernden – Silberreserven betragen gerade noch etwa 8.5 Milliarden Unzen. Bei der aktuellen jährlichen Nachfrage von bald 1 Milliarde Unzen Silber, reicht dieses sowieso gerade noch etwa 10 Jahre und dann ist fertig lustig, fertig iphone 11, Flachbildschirme, Elektroautos und die ganzen anderen tausenden Anwendungsgebiete von Silber. Also, es gibt einen Bruder Hunt am Silbermarkt und der heisst JP Morgan, nur ist dieser Bruder spekulativ short Silber (und natürlich auch immer wieder auf den Futures- und Options-Verfall hin das gleiche im Gold). Scheint ganz so, dass Gold und Silber “Staatsfeind” Nummer 1 sind und die beiden Metalle “dauerzushorten” nicht nur eine JP-Morgan-Sportart sondern aus der Sicht unserer paranoiden amerikanischen Freunde wohl eher eine Angelegenheit Nationaler Sicherheit ist.

3. Es hat in der (Finanz)-Geschichte der Menschheit noch nie so unglaublich viel Papiergeld gegeben, dass zumindest heute immer noch “einen Wert” besitzt. 9 Milliarden Unzen Silberreserven (in der Erdkruste) kosten bei einem Marktpreis von US Dollar 40 ziemlich genau so viel wie die Griechen Schulden vor sich hinschieben, sprich US Dollar 360 Milliarden. Dieser Betrag entspricht 7% der “Ersparnisse” der Deutschen oder ungefähr gleichviel Prozentpunkten des in der Schweiz verwalteten Vermögens. UND NOCH sind diese 9 Milliarden Unzen ja noch gar nicht zu Tage gefördert.

4. Es gibt keine Nenneswerten Silberreserven. Bis noch vor 3 Jahren war China Silbernetto-Exporteuer, weil bei der Verarbeitung der gigantischen Mengen von Kupfer immer wieder Silber als Nebenprodukt gewonnen wurde. China braucht das Silber unterdessen nicht nur für die eigene Bevölkerung, welche seit 2 Jahren offiziell kaufen darf, sondern selbst die chinesische Zentralbank “gibt zu”, nebst Gold auch Silber zu kaufen.

5. Die Investorennachfrage hat sich in den vergangenen 5 Jahren von unter 50 Millionen Unzen auf über 300 Millionen Unzen versechsfacht!

6. Die je geförderte Menge Silber liegt unterdessen bei etwa 48 Milliarden Unzen. Davon sind rund 90% spurenelementmässig in unzähligen Geräten und durch sämtliche anderen Anwendungsbereiche bereits wegverbraucht! Von den restlichen 8 Milliarden Unzen “schlummern” rund 50% in Form von Tafelsilber und Schmuck vor sich hin und etwa 4 Milliarden Unzen wurden zu Münzen und Silberbarren verarbeitet. Aufgeklärte (Silber)-Investoren werden dieses Silber hoffentlich nicht zu aktuellen “Schleuderpreisen” verkaufen, denn sie wissen, dass von dem Papiergeld-Berg nach den bevorstehenden Währungsreform-Vernichtungsplänen der Vereinigten Staaten, der EU, UN, dem IMF und der EZB nichts mehr übrig bleibt: Keine Lebensversicherungen, Bausparverträge und auch die langersehnte Rente gehen allesamt den Bach runter. Da waren die Aussichten 1980 doch noch ein bisschen optimistischer, denn das unkontrollierte “Schuldenmachen” war erst etwa 10 Jahre alt (Aufhebung der Bretton-Woods-Systems).

FAZIT 1: Solche Kursrückschläge sind Geschenke von unseren “Bonsai-Gärtnern” JP Morgan und Co. und diese soll man nicht ausschlagen oder dabei gar frustriert sein sondern zuschlagen und weiter physisch Silber kaufen! Unter US Dollar 100 ist der Silberpreis ein absolutes Schnäppchen und man sollte erst mit Zukäufen stoppen, wenn der Silberpreis zu einem Zehntel vom Goldpreis handelt! Verkaufen sollte man Silber erst, wenn beide Finanz- und Währungssysteme – sprich das aktuelle und das darauffolgende unter der Schirmherrschaft vom IMF und UNO – zusammengebrochen sind oder Silber zum gleichen Preis handelt wie der Goldpreis!

FAZIT 2: Die Spielregeln an Warenterminmärkten und für “Wertpapiere” – zum Beispiel auch Edelmetall-ETFs – können jederzeit unter irgendwelchen “scheinheiligen” Vorwänden UEBER NACHT! geändert werden. Machen sie sich JETZT darüber Gedanken! Nach der Nacht “danach” ist es zu spät!

Freuen sie sich auf die kommenden Wochen und Tage! Der Silberpreis erreicht schon sehr bald neue Höchstkurse! Unsere unfähigen Politiker und Notenbanker sowie die “Bonsai-Schnippel-Aktionen” sind die 100%ige Garantie dafür!

Herzliche Grüsse
Oliver Disler Augentum Financial Services

Gerald Celente: Great 2010 Crash is looming

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