Home > Gold & Silber, GSR, Investment, Münzen & Barren, Papiergeld > Gold/Silber-Parität! Möglich oder nicht?

Gold/Silber-Parität! Möglich oder nicht?

In den vergangenen zwei Wochen wurde „rumorakelt“, dass Silber bereits im November 2010 auf über 1’000 Dollar ansteigen könnte. Ich halte November 2010 für unrealistisch, es sei denn, dass es in den USA doch überraschend schneller zu einer Währungsreform – sprich einer massiven Abwertung des US Dollar’s – und/oder der Einführung einer neuen Währung kommt. Diese Massnahmen dürften frühestens nächstes Jahr eingeleitet werden.

In diesem Beitrag möchte ich aber nicht auf Währungsreform-Spekulationen eingehen, sondern mit einigen Zahlenbeispielen und Fakten darlegen, dass ein exorbitanter Silberpreis-Anstieg jederzeit möglich ist und auch wenn aus heutiger Sicht eine Gold/Silber-Parität (Gold/Silber-Parität bedeutet, dass der Gold- und Silberpreis identisch wären!) als ein Ding der Unmöglichkeit erscheint, gibt es genügend plausible und starke Argumente, dass sich der Silberpreis dem Goldpreis in den kommenden 1-2 Jahren sehr stark annähert. Für ein solches Szenario benötigt es auch nicht zwingendermassen Währungsreformen.

Wertpapiere versus physisch Gold und Silber

Wer für Gold oder Silber Kursprognosen abgeben möchte, sollte sich zuerst ein Bild verschaffen, wieviel physische Gold und Silber noch „verfügbar“ ist. Beim Gold werden in der Regel die Goldreserven der Notenbanken herangezogen, welche je nach Datenquelle zwischen 15’000 und 30’000 Tonnen schwanken. Auf Grund der zunehmend und starken physischen Anlegernachfrage, der Tatsache, dass sämtliche Notenbanken unterdessen ebenfalls Gold-Nettokäufer sind und gepaart mit Gerüchten, dass der COMEX in New York und dem Londoner Goldmarkt langsam aber sicher das physische Gold ausgeht, sind wohl 15’000 Tonnen realistisch und bereits eine optimistische Annahme.
Beim Silber schwanken die Schätzungen zwischen 500 und 750 Millionen Unzen.
Addiert man die theoretisch verfügbare Menge Gold und Silber, ergibt das bei aktuellen Kursen etwa USD 634 Milliarden (Gold – 612 / Silber 14 Milliarden). Das ist zwar eine Menge Geld, aber doch eher eine Nadel im Papiergeldhaufen (siehe Graphik) oder entspricht in etwa der grösse des europäischen „Rettungs-Schirms“!

Die Summe der Anleihen und Aktien ist mit USD 134’000 Milliarden aktuell rund 200 Mal grösser als die theoretisch verfügbare Menge Gold und 1’000 Mal mehr als Silber!

These Nr. 1: Eine geringfügige Verunsicherung im Anleihen- und/oder Aktienmarkt und eine möglicherweise damit verbundene tendenzielle „Flucht“ in Edelmetalle reicht, dass innerhalb weniger Stunden sämtliches theoretisch verfügbares Gold und Silber aufgekauft ist!

Wenn auch nur 1% der Anleihen und Aktien in das theoretisch verfügbare Gold und Silber investiert werden wollten, entspräche das dem 2-fachen der verfügbaren Menge! Sollte aber alleine nur die Anleihen-Blase (Neudeutsch: Bond-Bubble) vielleicht zwar nicht platzen aber zumindest ein bisschen Luft ablassen, dürfte dieser „Luft-Betrag“ deutlich höher als nur 1% ausfallen und auch wenn selbst nur ein halbes Prozent den Weg in physisch Gold oder Silber suchte, würde der Gold- und Silberpreis durch die Decke schiessen!

Aber wie nun schon mehrmals wiederholt, handelt es um theoretisch verfügbares Gold und Silber. Warum? Die 15’000 Tonnen Gold liegen bei den Notenbanken. Sollte es nun künftig tatsächlich zu weiteren noch stärkeren Irritationen an den Finanzmärkten kommen – und da geht es wohl eher darum WANN und WIE HEFTIG- werden die Notenbanken nicht einfach selbstlos das Gold an verzweifelte Investoren „verteilen“!

These Nr. 2: Das „frei“ verfügbare physische Gold und Silber entspricht einem Bruchteil der theoretisch verfügbaren Menge und beträgt weniger als eine Jahresproduktion!

Die Jahresproduktion beläuft sich beim Gold auf etwa 73 Millionen Unzen (zirka USD 90 Milliarden) und beim Silber werden pro Jahr etwa 730 Millionen Unzen (USD 14 Milliarden Gegenwert) neu gefördert. Obwohl jährlich etwa 10 Mal mehr Silber produziert wird als Gold, entspricht der Silber-Gegenwert einem Sechstel einer Goldjahresproduktion. Das ist ein krasses Missverhältnis, wofür es keine logische Begründung gibt. Bei beiden Metallen übersteigt die Nachfrage die jährliche Förderung um etwa 50%. Dieser Nachfrageüberhang wird hauptsächlich durch Recycling und Reservenabbau gedeckt.

Die untenstehende „Graphik“ zeigt ein Fussballfeld. Die Fussballfeld-Fläche entspricht der Summe sämtlicher Anleihen und Aktien (134’000 Milliarden). Fussball-Fans mögen mir verzeihen, wenn die Masse des Fussballfeldes nicht genau dem „Champions League“-Format entsprechen, ich habe das Feld selbst „gezeichnet“.

Reflektiert also das Fussballfeld das Papiergeld, entspricht die frei verfügbare Menge Gold der Fläche hinter der Torlinie oder in Zahlen USD 134’000 Milliarden im Verhältnis zu einer Jahresproduktion Gold von rund 90 Milliarden. Das ergibt ein Papiergeld/Gold-Ratio von aktuell 1440 zu 1!! Das Papiergeld/Silber-Ratio erreicht unglaubliche 9’570 zu 1! Im Verhältnis zu einem Fussballfeld entspricht die frei verfügbare Menge Silber nicht viel mehr als dem Schatten, welcher ein Fussball auf den Rasen wirft. Wenn sie das nächste Mal an einem Fussballfeld vorbeikommen, dann stellen sie sich am besten mit einem Ball in der Hand ins Tor. Aber „kicken“ sie den „Silberfussball“ nicht einfach gedankenlos ins Papiergeldfeld rein!

Diese erste Reihe von Zahlenbeispielen verdeutlich das krasse Missverhältnis, welches zwischen dem Papiergeld und Gold und Silber besteht. Sobald die Anleihen-Blase platzt, die Aktienkurse stark korrigieren und dadurch über kurz oder lang Währungsreformen folgen müssen, „sucht“ das übriggebliebene Geld den nächsten sicheren Hafen und das werden hauptsächlich Gold und Silber sein.

These Nr. 4: Die nächste Blase entsteht bei Gold und Silber, bei welcher sich die Kurse vervielfachen und sich beide Metalle als die wahren und wohl einzigen Kaufkraft-Erhalt und Multiplikatoren entpuppen!

Die Menschheit braucht Silber – Gold nicht unbedingt

Bis jetzt wurde erklärt, warum Gold und Silber noch weiter und sehr stark ansteigen werden, aber noch nicht wieso der Silber den Goldpreis in den nächsten Jahren fast oder ganz einholen könnte. Für eine solch starke Behauptung braucht es noch stärkere Argumente. Ich habe in einem früheren Beitrag mit dem Titel „Superlativ = Silber! oder das beste Investment der nächsten 10 Jahre!“ bereits viele Argumente zusammengetragen, aber fasse hier die wichtigsten zusammen.

1. Ohne Silber geht gar nix: Silber ist ein unverzichtbarer Werkstoff in der verarbeitenden Industrie. Wir nehmen es zwar nicht wahr oder die meisten Menschen wissen es nicht, aber Silber steckt in sämtlichen elektronischen Geräten, Autos, Flugzeugen, Bahnen, Wasseraufbereitungsanlagen und Wundsalben. Die Photoindustrie absorbiert immer noch von allen industriellen Anwendungen am meisten Silber, aber auch genau aus diesem Bereich wird am meisten Silber rezykliert. Silber ist in den letzten Jahren immer mehr in die Kategorie der Industriemetalle abgerutscht. Viele Menschen (auch sogenannte Finanzprofis) wissen nicht, dass man vor der Zeit der Papiergeld-Experimente hauptsächlich mit edlen Silbertalern bezahlt hat und nicht mit Gold.

These Nr. 5: Silber ist für die Menscheit unverzichtbar. Die Unwissenheit über und das generelle Desinteresse an Silber ist ein wichtiger Faktor, warum das edle Metall überhaupt noch zu diesen Schleuderpreisen immer noch gekauft werden kann!

2. Silber wird als Wertaufbewahrungsmittel wiederentdeckt: Gold fällt in der Finanzwelt offiziell in die Kategorie der Anlagevehikel und wird entschieden in Edelmetalle zu investieren, dann wird in der Regel Gold bevorzugt. Beim Erwerb muss im Gegensatz zum Silber auch keine Mehrwertsteuer entrichtet werden. Silber ist bei den meisten Anlegern spätestens in den 90er-Jahren in Ungnade gefallen, da viele glaubten, dass nun mit dem Einzug der digitalen Photographie es bald kein Silber mehr bräuchte. Diese Einschätzung war ein Irrtum. Wie die nächste Graphik sehr schön zeigt, ist die Investmentnachfrage in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen.

Die Investmentnachfrage betrug im Jahr 2000 etwas mehr als 3% und ist bis letztes Jahr auf über 20% hochgeschnellt. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren nochmals zusätzlich akzentuieren.

These Nr. 6: Die Silber Investmentnachfrage kompensiert allfällige konjunkturbedingte industrielle Nachfrage-Rückgänge mühelos. Die stark zunehmende Investitionsnachfrage, führt in den kommenden Monaten zu einem massiven Anstieg des Silberpreises!


3. Das Gold/Silber-Ratio (GSR):
Silber kommt in den oberen Schichten der Erdkruste rund 10 Mal häufiger vor als Gold. Das geologische GSR beträgt somit 10. Zu Zeiten der Ägypter und Griechen betrug das GSR zeitweise gar weniger als 1, das heisst eine gleiche Menge Silber wurde als wertvoller betrachtet als Gold. Der Grund liegt in der aufwendigeren Verarbeitung von Silber.
Im Mittelalter verharrte das GSR bei runden 15. Silber war bis tief ins 19. Jahrhundert das Zahlungsmittel Nr. 1. In der neueren Geschichte „rutschte“ Silber in zunehmenden Masse in die Kategorie Industrie-Metalle ab und das GSR notiert aktuell bei 66. Das GSR schwankte in den letzten 40 Jahren zwischen 13 und 100.

These Nr. 7: Das GSR wird sich in den kommenden Monaten halbieren. Auf Sicht von 1-3 Jahren wird sich das GSR mindestens auf das geologische GSR von 10 zurückbilden.

Es gibt nebst dem geologischen und aktuellen GSR eine weitere wichtige Verhältnismässigkeit zwischen Gold und Silber. In der gesamten Menschheitsgeschichte wurden 5.5 Milliarden Unzen Gold gefördert und etwa 44 Milliarden Unzen Silber. 90-95% der geförderten Menge Gold ist immer noch in Form von Schmuck, Barren und Münzen vorhanden. Beim Silber sieht die Situation weit dramatischer aus. Obwohl fast 10 Mal mehr Silber gefördert wurde, sind nur noch etwa 10 – 15% (4.4-6.6 Milliarden Unzen) in Form von Barren, Münzen, Silberbesteck und Schmuck vorhanden. Das restliche Silber wurde in kleinsten Mengen in sämtliche industriellen Anwendungen „wegverarbeitet“ oder verbraucht. Das gesamte geförderte und weiterverarbeitete Gold entspricht der gleichen Menge des „übriggebliebenen“ ebenfalls verarbeiteten Silber. Das „Ever Produced Gold/Silver-Ratio (EPGSR) beträgt als 1! Zumindest bei diesem Vergleich, wäre die Parität „nachgewiesen“.

FAZIT: Der unglaubliche Papiergeld-Berg wird in der nächsten Zukunft abgetragen und ein nicht unbedeutender Anteil dieses verunsicherten Kapitals wird in die beiden sichersten Währungen Gold und Silber umgeschichtet. Dabei werden sich die Preise von Gold und Silber bereits vervielfachen. In heutiger noch-USD-Kaufkraft gemessen dürfte der Goldpreis – je nachdem wie das Finanzsystem „abgewickelt“/entschuldet wird – auf 7’000 bis 100’000 Dollar ansteigen. Zudem bildet sich das GSR auf mindestens 10 zurück und somit wäre wohl in Zukunft ein Silberpreis von USD 1’000 absolut möglich. Ob sich im weiteren Verlaufe das GSR noch bis auf 1 zurückbildet, entscheiden dann nicht mehr das Goldkartell, JP Morgan, Goldman Sachs & Co., sondern die Bürger auf der Strasse.

Freundliche Grüsse
Oliver Disler Augentum FS

  1. 29. August 2010 um 20:03 | #1

    super Vergleiche, sowas mag ich.

    Besten Gruß
    T.G.

    • 29. August 2010 um 20:12 | #2

      Hallo Thomas!

      Vielen Dank für Deinen „post“ und ich freue mich, wenn Dir der Beitrag gefällt…

      Liebe Grüsse Oli

  2. karl
    29. August 2010 um 20:43 | #3

    bei aller liebe,- soviel optimismus bezüglich des silberpreises scheint mir doch reichlich fehlangebracht. seien wir froh, wenn eines tages 50 euro drin sind. noch ist eine deflation wahrscheinlich und damit starke PREISRÜCKGÄNGE beim silber!

    • 29. August 2010 um 20:50 | #4

      Vielen Dank für Ihren „post“! Auch darüber habe ich bereits geschrieben und ich gebe ihnen Recht, dass Preisrückschläge auch künftig möglich sind. In diesem Beitrag geht es aber nicht um die nächsten Wochen, sondern um die Preis-Entwicklung der nächsten Monate und Jahre.

      Im Finanzmarkt sind für mich die WAHREN Optimisten, die glauben, dass der Dow Jones in 12 Monaten immer noch über 5’000 und der DAX über 3’000 Punkten notiert oder Menschen, die glauben, dass wir einfach munter und ohne irgendwelche drastischen Konsequenzen weiter Schuldenberge aufbauen können und das Finanzmärkte unendlich manipulierbar sind. So wird es leider nicht noch Jahre weitergehen und wenn die „Wahrheiten“ über den bereits hinter uns liegenden Zusammenbruch ans Tageslicht kommen, wünschte sich jeder, er hätte wenigsten nur ein paar Unzen Gold oder Silber in seiner Hosentasche.

      Freundliche Grüsse
      Oliver Disler Augentum FS

  3. 29. August 2010 um 20:44 | #5

    „Wer auf ein Pferd setzt, kann alles verlieren, wer auf zehn Pferde setzt, hat seinen Einsatz wieder raus.“ Edelmetalle dienen dem Werterhalt und der Investition. Spekulanten finden sich praktisch nur in den Papier-Edelmetallen. Mit großem Interesse nehme ich diese interessanten Fakten rund um Silber zur Kenntnis. Super Arbeit!

    • 29. August 2010 um 20:52 | #6

      Vielen Dank für die „Blumen“ und ich freue mich, dass Ihnen dieser Beitrag gefällt.

      Freundliche Grüsse
      Oliver Disler Augentum FS

  4. gerla
    29. August 2010 um 20:56 | #7

    Hallo Oliver,

    und wieder ein absoluter Volltreffer. Sehr gelungen:
    die Thesen mit anschliessender Begründung. Klasse!!
    Und schliesslich das Fazit.!!

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das GSR so nicht bleiben
    kann und auch nicht bleiben wird.
    Silber ist ja weiblich und auf die Frauen muss man immer warten.
    Warten wirs also einfach ab!
    Bitte weiter so und freundl. Grüsse gerla

    • 29. August 2010 um 21:21 | #8

      Hallo Gerla,

      auch Dir danke herzlich für Deinen „post“….und die lieben Worte! JA, das GSR bleibt sicher nicht so und „hat zum Glück schon bewiesen“, dass es in Spezialsituationen sich Richtung des geologischen GSR entwickelt. Das GSR war das letzte Mal zu Zeiten der „Gebrüder Hunt“-Story bei 13. Zum Glück braucht es heute Dank des vielen Papiergeldes keine Gebrüder Hunts mehr, sondern es reichen ein paar Silber-Robin-Hoods- oder Che Guevaras!

      Liebe Grüsse Oli

  5. thomas
    29. August 2010 um 21:52 | #9

    sehr guter artikel,und zum glueck nur wenigen lesern vergönnt.silber wird langfristg gold überholen,und bei der gegenwertigen technischen entwicklung
    möchte ich gar nicht wissen,wo silber in 100 jahren steht.

    • 29. August 2010 um 22:01 | #10

      Vielen Dank für die Komplimente. Ich gehe davon aus, dass Sie nicht 100 Jahre warten müssen, um zu sehen, dass sich der Silberpreis verhundertfacht! In etwa 10 Jahren holen wir ohnehin praktisch keine nennenswerten Mengen Silber mehr aus dem Boden! Der „Peak Silver“ hat schon um die Jahrtausendwende stattgefunden, darum gehe ich in Kombination mit dem Zusammenbruch des Finanzsystems davon aus, dass 5 – 10 Jahre für eine Verhundertfachung reichen.

      Freundliche Grüsse
      Oliver Disler Augentum FS

  6. Harald
    29. August 2010 um 22:47 | #11

    Hallo Oliver !
    Ihr Beitrag stimmt mich ja sehr optimistisch. Sollte Silber gegenüber Gold wirklich so stark nachziehen, sehe ich allerdings auch den Fälschermarkt boomen.
    Sind eigentlich derzeit bei den gängigsten Silbermünzen (Philharmoniker, Maple, MexikoLibertad, SilverEagle) Fälschungen bekannt?
    Sie gehen in ihrem Beitrag davon aus , dass auf Grund von Verknappung des Angebots und erhöhtem Bedarf von Industrie und Anlegern der Preis stetig steigt. Da würde mich interessieren, wie sie sich einen Anstieg auf Grund eines Crashs vorstellen. Gäbe es da auch ein Szenario, bei dem man nach einem rassanten Anstieg auch wieder aussteigen sollte, bevor die Preise wieder fallen?
    Danke für ihre immer wieder interessanten Inputs.
    LG, Harald

  7. Irgendjemand
    30. August 2010 um 00:29 | #12

    Einfach DANKE!
    Sehr aufschlussreich.
    Viele Grüße

  8. 30. August 2010 um 13:44 | #13

    Sehr schön räumlich dargestellt.
    Ähnlich wie die Abstände der Planeten in Zürich auf dem Planetenweg. So werden Grössenordnungen greifbarer. Allerdings fehlt hier noch die Gesamtheit der Schuldverschreibungen, wenn ich mich nicht irre. Auch diese Finanzkonstrukte – CDS, CDO´s und MBS und wie sie alle heißen …. – gehören, weil sie Schuldverschreibungen sind zum Bestandteil des Papiergelduniversums. Manche sprechen von Gesamt: 700.000 Mrd. Stand 2009
    Wie sähe unter Einbeziehung dieser Grössen dann das Spielfeld aus?
    Gruss spica

    • 31. August 2010 um 09:18 | #14

      Hallo Spica!

      Vielen Dank für Deinen „post“. Ja der Planetenweg in Zürich ist ein Spaziergang wert und tatsächlich bewegen uns wir bei dem Vergleich zwischen Papiergeld und physisch verfügbarem Gold und Silber in astronomischen Verhältnissen! Ich war schon gewillt, ebenfalls die gesamten Schuldverschreibungen etc. miteinzubeziehen, aber der Beitrag strotzt schon so voller und vieler Zahlen. Die von Dir genannte Zahl von 700’000 Milliarden „wilder“ Zahlungsversprechen im Derivatbereich stimmt fast. Gemäss den Statistiken (http://www.bis.org/statistics/otcder/dt1920a.pdf) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), wurden unter den systemrelevanten gegenseitig USD 614’674 Milliarden „versprochen“. Davon fallen über 2/3 im Anleihenbereich an. Es werden dann wohl tatsächlich auch genau diese Papiere sein, welche eher früher als später den Totalkollaps der Finanzmärkte herbeiführen. Experten (oder eben die Leute, welche die Risiken für diese Papiere „verrechnen“) beziffern den „worst-case“ dieser Blase auf etwa USD 25’000 Milliarden, oder eben 25 Billionen. Es geht hier um die toxischen Papier, über welche ich „leider“ schon lange nichts mehr in der Mainstream-Presse lesen durfte. Meiner Ansicht nach macht es nicht mehr sehr viel Sinn darüber zu sprechen oder zu schreiben, weil in diesem Bereich soviel rumgebucht, gewurstelt, verheimlicht und unter den Teppich gekehrt wird.

      Wenn es soweit ist, dass es an den Finanzmärkten nicht mehr so richtig weitergeht, dann werden „ganz einfach“ weltweit verlängerte „Banking Holidays“ von ein paar Wochen angeordnet und danach wars das mit dem Papiergeldsystem des letzten Jahrhunderts.

      Liebe Grüsse
      Oliver Disler Augentum FS

  9. 30. August 2010 um 15:20 | #15

    Danke, Oliver,

    SUPER-Beitrag!

    Grüße
    Divo

    • 30. August 2010 um 19:49 | #16

      Hallo Divo!

      Es freut mich, dass Dir der Beitrag gefällt. 1’000 Unzen Silber reichen und man wird Kaufkraft-Millionär!

      Liebe Grüsse Oli

  10. IT
    30. August 2010 um 20:20 | #17

    Allen Unkenrufen zum Trotz und Charttechniken hin und her (wer Silber traden kann, ist entweder geistesgestört oder eh schon reich :-) ), halten wir Silber für …. ich sage es mal mit Bill Bonner aus dem Jahre 2000.
    Dort benannte er, obwohl ich ihn damals noch nicht kannte, Gold als bestes Investment des Jahrzehnts.
    Und genau als das hat es sich herausgestellt.

    Mittlerweile sehen wir Silber als DAS beste Investment des neuen Jahrzehnts an,
    denn egal ob 15:1 oder Parität, eine vervierfachung gegenüber Gold ist allemal drin.

    Aus diesem Grunde haben wir auch mittlerweile gut 50% unseres Goldes, welches wir seit 2002 gesammelt hatten, gegen Silber getauscht.

    Spekulationsgewinn ohne Counterpartrisk … was will man mehr ??

  11. 16. September 2010 um 13:07 | #18

    Ein toll geschriebener und fantastisch ausgearbeiteter Artikel! DANKE Oli!!!

    Auch dazu möchte ich meine Gedanken für Interessierte aus astrologischer und astronmischer Sicht anmerken.
    In meinem Artikel „Silber ist weiblich“ bin ich darauf eingegangen, dass Gold der
    Sonne zugeordnet ist (männlich) und Silber dem Mond (weiblich).

    Dies korrespondiert analog auch mit den Umlaufgeschwindigkeiten der Planeten, die ich wie folgt vereinfacht darlegen möchte.
    Der Mond umläuft zusammen mit der Erde die Sonne in 365 Tagen (1 Jahr), wobei der Mond wiederum die Erde in durchschnittlich 27 Tagen, 7 Stunden und 43,7 Minuten in Bezug auf die Fixsterne umläuft.
    Dieser Mondumlauf (siderisch) ist kürzer als der synodische Umlauf, weil die Sonne in der Ekliptik nach jedem Monat ein Zeichen weitergerückt ist und damit die nächste Konjunktion im folgenden Zeichen, damit mit einem Unterschied von 2,5 Tagen zum synodischen Umlauf stattfindet. Somit verschieben sich auch immer sämtliche Mondphasen in die Folgezeichen.
    Die synodische Periode ist die Zeit, die der Mond zum Wiedererreichen der gleichen Stelle benötigt. (30 – 31 Tage, was unseren Monaten entspricht)

    Der Sonnenumlauf, der Umlauf bis die Sonne wieder auf ihren gleichen Platz kommt,
    beträgt 1 Jahr = 365 Tage.
    Der siderische Mondumlauf beträgt grob 27,34 Tage x 13 = ca. 355 Tage / Jahr
    (Differenz zum Sonnenjahr = 11 Tage)

    Dementsprechend ergibt sich ein Sonne/Mond-Ratio bzw. ein absolut realistisches Gold/Silber-Ratio von 1:13, denn der Mond umkreist die Erde 13 mal, bis diese bei ihrer Umkreisung der Sonne zum Ausgangpunkt wieder zurückgekehrt ist. (Anmerkung: die Sonne ist ein Fixstern und es sieht für uns nur so aus als würde die Sonne um uns kreisen).

    Auszug aus Olis Text:
    … und das GSR notiert aktuell bei 66. Das GSR schwankte in den letzten 40 Jahren zwischen 13 und 100.

    FAZIT: … Ob sich im weiteren Verlaufe das GSR noch bis auf 1 zurückbildet, entscheiden dann nicht mehr das Goldkartell, JP Morgan, Goldman Sachs & Co., sondern die Bürger auf der Strasse.
    =>
    Auszug aus meinem Text:
    … Silber gilt als das Gold des „kleinen Mannes“ und sobald das Volk „erwach(s)en“ wird und durch welche Ereignisse und Umstände auch immer das Bedürfnis – oder auch die Notwendigkeit – verspürt sich selbst zu versorgen, zu schützen und möglichst unabhängig vom Staat zu machen, und immer bewusster erkennt wo die wahren Werte liegen – nämlich in der Geborgenheit der Familie, in der Rückbindung, in der Verantwortung sich selbst und seinen Lieben gegenüber – wird Silber wach geküsst werden.

    Was nichts anderes bedeutet, als dass letztlich hauptsächlich wir alle den Preis von Silber mit unerer persönlichen Vorsorge für unser Wohlergehen mitbestimmen werden.

    Ob wir tatsächlich einmal eine Parität erreichen, werden wir sehen – aber ein Verhältnis 1:13 wäre aus dieser Sicht durchaus gegeben und den Metallen würdig.

    Liebe Grüße
    Ingrid Brandstetter

  12. MEDIC
    25. April 2011 um 19:52 | #19

    Kleiner Hinweis an dieser Stelle für das Protokoll: Am heutigen Ostermontag 2011 kletterte der Silberpreis kurzzeitig auf fast 50$ (49,84). Das ist, bezogen auf diese Kursspitze, ein Intraday-Zuwachs von fast 8 Prozent.

    D.h. das Hoch von 1980 haben wir bald in der Tasche! Aber vorsicht! Kursrücksetzer im größeren Stil sind aktuell jederzeit möglich.

  1. Keine Trackbacks bisher.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

Gravatar
WordPress.com-Logo

Melde Dich bitte bei WordPress.com an, um einen Kommentar auf deinem Blog zu schreiben.

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 132 other followers