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Gold- und Silberpreis-Entwicklung

Wie könnten sich der Gold- und Silberpreis in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln?

In der Regel ist die Periode von April/Mai bis etwa August/September nicht die Zeit, in welcher der Gold- und Silberpreis in den vergangenen Jahren angestiegen ist sondern meistens konsolidiert oder gar stark zurückgefallen ist.

Vor allem der Goldpreis hat sich trotz vieler Kursmanipulations-Attacken sehr gut gehalten. Weil es in den vergangenen Wochen endlich „offiziell“ offensichtlich wurde, dass der Wirtschaftsaufschwung in den industrialisierten westlichen Ländern mehr Geschwätz und Propaganda war und dieser sich nicht im gewünschten Ausmass (wenn überhaupt) manifestieren wird, sind die Aktienkurse von ihren Jahreshöchst-Kursen rund 10% gefallen. Es macht auch die Runde, dass der Wachstums-Motor China eventuell ins stottern geraten könnte.

Da Silber irrtümlicherweise praktisch ausschliesslich in die Kategorie Industriemetalle eingeordnet wird, erstaunt es daher nicht, dass sich der Silberpreis in den letzten 12 Monaten nicht so gut entwickelt hat oder bei Korrekturen stärker fällt als der Goldpreis. Warum es aus meiner Sicht ein grosser Irrtum ist, Silber als Industriemetall einzustufen, dazu schreibe ich einen gesonderten Beitrag. Irrtümer führen nämlich zu falschen Prognosen und im Zusammenhang mit Silber zu einem viel zu tiefen Preis. Ironischerweise wird bald einmal die Tatsache, DASS Silber als INDUSTRIE-Metall eingestuft wird zu massiv höheren Preisen führen; ich weiss das klingt für den Moment unlogisch, aber wenn es um die Preisfindung/Festellung bei Gold- und Silber geht, dann kommt man mit logischem Denken sowieso nicht weit. Aber lesen Sie zu diesem Thema meinen nächsten Beitrag „Silber ist (k)ein Industriemetall“.

Aber wie entwickelt sich nun der Gold- und Silberpreis in den nächsten drei bis sechs Monaten. Um eine möglichst gute Prognose abzugeben muss man – wie ich eben gerade geschrieben habe – das logische Denken ausschalten. Denn es wäre doch logisch, dass wenn es eine ungebrochen hohe physische Güter-Nachfrage (nach Gold/Silber) gibt, dass der Preis steigen müsste. Vor allem, wenn das Gut nicht mehr in der nachgefragten Menge vorhanden ist (Gold/Silber), dann dürfte der Preis zumindest nicht stark fallen. Nun der Preis ist ja auch gestiegen, aber eventuell doch nicht so stark wie das hätte sein sollen.

Um eine gute Gold- und Silberpreis-Prognose abgeben zu können reicht es nicht, isoliert den Gold- und Silbermarkt zu analysieren. Man kommt nicht darum herum, sich eine starke Meinung über die weitere Entwicklung der Aktienmärkte zu bilden. Das klingt nun unlogisch, ist aber so! Die Kräfte/Institutionen/Interessensgruppen werden es nämlich nicht zulassen, dass die Aktienmärkte zum Beispiel 30% in 3 Monaten fallen und nur weil ein paar verunsicherte, intelligente und vorausdenkende Investoren massiv in physisch Gold und Silber investieren, diesen auf aktuellen Kursniveaus tolerieren oder gar steigen lassen.

Die Aktienmärkte werden in den kommenden 6 Monaten um mindestens 30% einbrechen! Die Gründe dafür sind die folgenden:

- Der Aufschwung in der westlichen Welt wird sich nicht manifestieren. Die Gründe dafür sind die generelle Verunsicherung über die weitere Entwicklung der Wirtschaftslage, Jobsicherheit und damit verbunden wird die Konsumlust stark in Grenzen gehalten.

- Die Banken wurden zwar in den letzten 18 Monaten mit ohne Ende viel Liquidität ausgestattet, gerettet, aber all das bringt nichts, wenn diese Liquidität nicht weitergegeben wird. Auch gibt es Zeichen, dass gewissen Banken (zumindest im EURO-Raum) noch mehr Liquidität zufliessen werden muss; aber dazu erfahren wir vielleicht mehr nach der Bekanntgabe der Stresstest-Resultate Ende Juli.

- Diese Stresstest-Resultate werden dafür sorgen, dass bis Ende Juli keine grösseren Kursavancen an den Aktienbörsen stattfinden werden. Eher sollte man davon ausgehen, dass diese Thematik die Aktienkurse belasten wird.

- Der EURO ist in den letzten Tagen ein bisschen aus der Schusslinie geraten. Ich finde hierbei zu Recht, ABER trotzdem wird diese Thematik schon sehr bald wieder für Schlagzeilen sorgen. Die Herabstufung der Bonität Spanien’s ist noch nicht vom Tisch und ein EURO-Ausstieg (sprich eine offizielle und partielle Insolvenz-Erklärung) Griechenlands würde mich nicht überraschen.

- Es stottert unterdessen der Wirtschafts-Motor „China“ und eine temporäre Wachstums-Abkühlung überraschte nicht. Zwar streiten die Geister ob zum Beispiel der chinesische Immobilien-Markt bereits Überhitzungs-Erscheinungen hat oder nicht, aber auf jeden Fall wird versucht die explosive Preisentwicklung in diesem Sektor einzudämmen. Sollte bei diesen staatlich verordneten Versuchen über’s Ziel geschossen, könnte das doch schneller als gedacht die Blase zum platzen bringen. Auch „underperformed“ der chinesische Aktienmarkt seit einer Weile und dass aus diesem Land in den nächsten Monaten positive Impulse für die Aktienmärkte weltweit ausgestrahlt werden ist fraglich.

- Das Mainstream-Medien-Thema Nr. 1 ist noch diese Woche Fussball-WM. Ab nächster Woche dürfte dann für kurze Zeit die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und die beabsichtigten diletantischen Versuche das Loch zu stopfen sein.

- Danach oder wenn entschieden wurde, dass nun die Mainstream-Medien auch offizielle darüber berichten dürfen (sprich das Fussvolk muss nun ins Bild gesetzt werden), wird dann ein Iran-Konflikt oder wohl eher der Iran in einen Krieg verwickelt. Da dieses Thema in den Massen-Medien noch nicht verarbeitet wurde und entsprechend auch noch nicht in den Aktienkursen oder dem Erdölpreis wirklich eskomptiert ist, dürften die Aktien dann spätestens ab Ende Juli massiv unter Druck geraten und der Erdölpreis erneut über US Dollar 100 ansteigen. Nur weil weder in ARD, ZDF, SF1, der FAZ oder in der NZZ noch nicht über die Verschiebung einer gigantischen Armada israelischer und amerikanischer Kriegsschiffen durch den Suezkanal und der Stationierung von israelischen Bombern und Kampfflugzeugen auf saudiarabischem Territorium!!!! geschrieben und berichtet wird, heisst das noch lange nicht, dass die Vorbereitungen schon bald abgeschlossen sind.

- Ich bin zwar kein Militärexperte, aber doch möchte ich einen kleinen Unterschied zwischen dem Irak und Iran hervorheben. Iran IST über beide Zähne bewaffnet und geniesst den Rückhalt von China. Die guten Waffen stammen aus Russland, aber der wichtigste Unterschied zwischen Irak und Iran ist, dass das Territorium an die Strasse von Hormuz grenzt. Und wenn auch die Israelis und Amis nach drei Tagen Krieg gegen den Iran verkünden werden, dass dieser gewonnen sei, dann dürfte in absehbarer Zukunft die Ölversorgung aus dieser Region ins stottern geraten.

Leser stellen sich nun die Frage warum dieser Krieg. Eigentlich wie immer in der Vergangenheit: Wenn der kaputte Wirtschaftsmotor „Amerika“ gar nicht mehr will, dann gibt es eben Krieg. Das war in der Vergangenheit fast ausschliesslich immer so.

Ich gehe also davon aus, dass die Aktienkurse aus den genannten Gründen in kommenden 6 Monaten um mindestens 30% fallen werden. In Zahlen ausgedrückt sollte also der DAX auf 4’000 und der S&P500 auf 666 Punkte oder tiefer fallen. Ich wäre auch gar nicht überrascht, wenn die Tiefstkurse aus dem Jahre 2009 nochmals unterboten würden. Solche Kursrückschläge dürfen natürlich auch nicht spurlos am Gold oder Silber vorbeigehen.

ABER: und ich mache hiermit nochmals eine sehr gewagte Aussage. Es kann gut sein, dass bei solchen Kursrückgängen der Goldpreis bis Ende September 2010 auf fast USD 1’000 und der Silberpreis gar unter USD 12 zurückfällt. Das sind meine persönlichen „worst-case-Szenarien“ für Gold und Silber. Aber wie das mit diesen Preisprognosen so ist, handelt es sich hierbei um Papiergold-und-Silberpreise und was im Monat September eine physische Unze Gold oder Silber in EURO oder Schweizer Franken kostet ist eine andere Sache. Aber nun zur gewagten Aussage (nein es war nicht die Kursprognose). Ich erwarte nach diesem und wahrscheinlich letzten heftigen Kursrückgang bei Gold und Silber, dass die Gold-Kartell-Banken im Speziellen die JP Morgan während diesem Kursrückgang ihre Shortpositionen FÜR IMMER auflösen werden! Es ist meiner Ansicht nach die ALLERLETZTE Möglichkeit und bin mir ziemlich sicher, dass diese Order von der FED erteilt wurde und im Gold-Kartell bereits beschlossene Sache ist.

Der Grund dafür ist die globale exorbitante physische Nachfrage, welche unterdessen so stark, konstant und hoch ist, dass das Gold-Kartell nur noch für wenige Minuten und Stunden den Gold- und Silberpreis nach-unten-manipulieren kann. Ich glaube auch, dass auf Sicht von einem Jahr die Tage der FED gezählt sind!

Auch wissen die Banken, dass es diesen Herbst und nächstes Jahr zu „Lehman Brothers“ II und III kommen wird und dann endgültig ins physische Gold und Silber geflüchtet wird. Also. Man weiss was kommt, hat selbst nicht mehr genügend physische Munition um dagegezuhalten, der Leverage/Hebel zwischen Papiergold/physischGold beträgt eh schon 100:1…Darum.

Der Goldpreis dürfte in den kommenden 2 Monaten in die Region von US Dollar 1’000 bis 1’100 fallen und der Silberpreis auf US Dollar 12 bis 15. Bis Ende Jahr erholen sich beide edlen Metalle zwischen 50 und 100% von den Tiefstkursen im August/September 2010. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse
oliver disler augentum fs

  1. frank Müller
    16. August 2010 um 13:06 | #1

    woher nehmen sie ihr wissen? was mache ich mit silbermünzen und medaillen?

    • 16. August 2010 um 13:50 | #2

      Sehr geehrter Herr Müller!

      Mein Wissen, Einsichten und die Prognosekraft ist ein Resultat aus meiner mehrjährigen Tätigkeit im Finanzbereich und der zusätzlichen Fokussierung auf Gold und Silber. Ihre Frage „was mache ich mit silbermünzen und medaillen“ ist nicht gerade präzise. Silbermünzen sollten Sie behalten und Medaillen sind in der Regel im Zweifelsfall nicht wirklich etwas wert oder die Wertbestimmung ist schwierig….also lieber Münzen, als Medaillen…..

      Freundliche Grüsse
      Oliver Disler augentum fs

  2. Marlene
    9. Dezember 2010 um 22:10 | #3

    Hallo Oliver
    Bin gerade auf Ihren Beitrag gestoßen und obwohl vielleicht nicht alles so eingetreten ist, sehr neugierig auf aktuelle Prognosen…

    Mit besten Grüße,
    Marlene Thurner

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