Gold & Silber: Die Vermögensversicherung Nr. 1 (Teil 1)
Über Investmentmöglichkeiten wird jeden Tag viel geschrieben und dabei wird es trotz dem vielen „know-how“, welches Investoren grundsätzlich zur Verfügung steht nicht viel einfacher, die richtigen Anlageentscheide zu fällen.
Aber alle paar Jahrzehnte gibt es grosse Anlage-Opportunitäten, welche man nicht verpassen sollte. Oftmals sind solche Gelegenheiten zwar offensichtlich, aber werden auf Grund von mangelndem Fachwissen, Ungeduld, Fehlinterpretationen oder von den Massenmedien gezielt gestreuten Falschinformationen übersehen. In unsicheren Zeiten an den Finanzmärkten, entstehen für Anleger nicht nur mögliche Verluste im Wertpapierportfolio, sondern kann es auch zu schmerzhaften Ausfällen bei der Rente führen und manch einer verliert auf Grund der wirtschaftlichen Situation sogar auch gleich noch seinen Arbeitsplatz. Gerade in „unsicheren“ Zeiten, gibt es wohl viele Verlierer, viele Unternehmen und gar Staaten, welche die Zahlungsunfähigkeit bekanntgeben müssen, aber dabei entstehen ebenso „grosse“ Chancen, sich dagegen zu schützen oder sogar davon zu profitieren.
Der Mensch mag grundsätzlich „Unsicherheit“ nicht. Darum schliesst er unter anderem in seinem Leben für verhältnismässig viel Geld gleich mehrere Versicherungen ab. Eine Versicherung für’s Fahrzeug, Leben, Haus und Hausrat, Krankheit usw.. Diese Versicherungen schliesst ein Mensch nicht mit der Erwartung ab, dass er schwer krank wird oder stirbt, sein Fahrzeug einen Totalschaden hat oder das Haus abbrennt. Diese Versicherungen dienen für den Fall, dass möglicherweise EINES dieser Ereignisse eintritt. Hat jemand einen „schlimmen“ Verkehrsunfall entstehen oftmals hohe Schäden und Kosten, welche schnell einmal das vielfache des Jahressalärs eines Versicherungsnehmer übersteigen können. Darum sind Versicherungen prinzipiell eine gute Sache, da diese vor einem mögliche finanziellen Ruin schützen mögen. Was man aber bei den vielen Versicherungen immer im Hinterkopf behalten sollte:
Man ist nur dann versichert, wenn man immer schön brav und termingerecht die fälligen Prämien bezahlt und so lange wie das Versicherungsinstitut existiert und nicht wegen Sonderrecht (Naturkatastrophen, kriegerische Ereignisse usw.) die Leistungen einschränkt oder gar komplett annulliert. Als Beispiel gab es die Allianz Versicherungs-Gesellschaft schon vor dem 2. Weltkrieg. Während dem 2. Weltkrieg wurden viele Versicherungspolicen wegen dem Kriegsrecht annulliert (und weg war das Geld und die Sicherheit). Versicherungen sind wie Wertpapiere und Bargeld „nichts anderes“ als Zahlungsversprechen, welche an gewisse Bedingungen und Konditionen geknüpft sind.
Eine Versicherung welche viele Anleger NICHT abschliessen ist die Lebensstandard oder Vermögensversicherung. Dabei geht es nicht um Luxus sondern um pure existentielle Bedürfnisse. Eine solche Absicherung kann man in effizienter und sicherer Form bei keiner Versicherung oder staatlich organisierter Institution absichern.
Die Frage welche sich jeder Anleger dabei stellen sollte: Was passiert mit meinen Bargeldbeständen, Wertpapieren und (künftigen) Rentenforderungen, wenn es zu Währungsreformen kommt?
Und dabei ist es völlig irrelevant, ob die USA oder der EURO-Raum zuerst eine Währungsreform durchführt. Möglicherweise kann im EURO- und US-Raum eine Währungsreform noch 1 bis 3 Jahre hinausgezögert werden.
ABER: Auch wenn die politische Führungs-Elite so tut, also ob alles in bester Ordnung und unter Kontrolle sei, es ist so sicher wie das AMEN in der Kirche, dass es in absehbarer Zeit zu drastischen Währungsreformen kommt. Die Frage ist nicht mehr OB sondern WANN. Bei Währungsreformen wird viel Kaufkraft und Wohlstand der Sparer vernichtet. In der Regel verlieren dann Barguthaben, Wertpapiere und Rentenforderungen zwischen 50 und 100%. Das ist natürlich sehr unpopulistisch und darum gibt es auch keinen Politiker auf der Welt, der das so in dieser deutlichen Form seinen potentiellen Wählern ehrlich erzählt, denn er würde schlichtweg nicht gewählt werden. Fakt ist, dass sich interessanterweise die Geschichte in bestimmten, wichtigen Lebensbereichen der Menschen immer wiederholt. Und in den letzten 300 Jahren sind schon mehrere Papiergeld-Experimente immer wieder schief gelaufen. Die Zeche bezahlten nicht die adligen oder wohlhabenden, sondern die „einfachen“ Bürger wurden über „Nacht“ enteignet und waren arm. So passiert es auch in den kommenden 3-5 Jahren.
Vielleicht nicht über Nacht, schliesslich ist unterdessen alles ein bisschen komplexer mit Computer-Systemen gesteuert über die gesamte Vernetzung der Menschheit untereinander. Vielleicht reicht ein Wochenende, aber wohl eher benötigt eine ordentliche Währungsreform 1-2 Wochen. Das ist dann übrigens die Zeit, da funktionieren Geldautomaten nicht mehr und ihre Bank bleibt geschlossen, das „alte“ Bargeld wird im Supermarkt nicht mehr akzeptiert….und so weiter und so fort!
Natürlich könnte man sich mit derivaten Finanzinstrumenten gegen einen abstürzenden US-Dollar oder EURO schützen. Aber wenn eine Währungsreform verkündet wird, werden wohl genau auch diese Instrumente für „wertlos“ erklärt und bieten darum keinen wirklichen Vermögensschutz.
Aber zum Glück gibt es immer noch frei verfügbar PHYSISCH Gold & Silber.
Gold wird nicht nur zu Schmuck verarbeitet sondern ist seit der Menschheitsgeschichte das Wertaufbewahrungsmittel Nummer eins! Noch wichtiger: Gold ist die sicherste Währung, international akzeptiert, Gold gibt kein Zahlungsversprechen ab und kann nicht wie EUROS oder Dollar nach Belieben gedruckt und kopiert werden (Aber genau deswegen mögen die Regierungen und Bankster Gold nicht so gut und wenn sie dazu befragt werden, dann äussern sich 9 von 10 negativ zu Gold oder der künftigen Goldpreisentwicklung).
Diese Antipathie der Finanzindustrie gegenüber Gold geht zum Beispiel in den USA soweit, dass die beiden Hausbanken der amerikanischen Regierung und der Federal Reserve Bank (FED) – Goldman Sachs und JP Morgan – seit Jahren damit beschäftigt sind, DEN GOLDPREIS ZU KONTROLLIEREN, ZU DRÜCKEN, ZU MANIPULIEREN. Im Oktober waren zwei „grosse US-Institute“ an der COMEX über 50 Millionen Unzen Gold „SHORT“. Das entspricht 66% einer Jahresproduktion. Würde irgend ein Hedgefond, eine CH-Bank oder sonst jemand etwas in ähnlicher Grössenordnung an der COMEX rummanipulieren, eine solche Institution wäre für die nächsten Jahrzehnte mit Milliardenklagen beschäftigt und dürfte niemals mehr versuchen, in famous United States of Banana Republic Geld zu verdienen.
Natürlich sind GS & JPM nicht ganz alleine. Sie werden von anderen ach so unglaublich wichtigen Finanz-Instituten wie HSBC, Deutsche Bank oder die frühere CITI unterstützt Natürlich ist es schade, dass diese Banken den Goldpreis in Schach halten, aber auf der anderen Seite zeigt es, dass Gold – so „old-fashion“ wie es wirken mag, in Gold zu investieren – der Gegenpol, das Äquivalent versus dem Papiergeld-System darstellt. Es wurden in den vergangenen Jahren schon viele „pseudo-Untersuchungen“ im Zusammenhang mit diesen Marktmanipulationen durchgeführt, aber natürlich ohne nennenswerte Resultate.
Das nächste Mal bemüht sich die CFTC am 25. März Licht in die dunklen Manipulations-Geschäfte in Gold und Silber reinzubringen. Der CEO von CFTC hat seine Karriere bei Goldman Sachs gemacht. Sie dürfen 10x raten wie die Resultate ausfallen werden. Eine gute Sache an den Gold- und Silberpreismanipulationen ist, dass man beide Metalle immer noch zu Ausverkaufspreisen erwerben kann.
Die aktuellen Diskussionen über den „European Monetary Fund“ zeigen übrigens, dass Gold seine Funktion als Zahlungs- Wertaufbewahrungsmittel nicht eingebüsst hat. Es wird nämlich laut darüber nachgedacht, den „EWF“ mit Gold zu hinterlegen! Abgesehen davon sind weltweit betrachtet die Notenbanken, welche in den vergangenen 10 Jahren Nettoverkäufer von physisch Gold waren unterdessen Nettokäufer und dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren noch deutlich akzentuieren. Gold ist ein Edelmetall und wird (in einigen Ländern mehrwertsteuerbefreit) auch schon rege als Anlage- und Wertaufbewahrungsmittel eingesetzt.
Einige Fakten zu Gold:
1. In der gesamten Menschheits-Geschichte wurden rund 165’000 Tonnen (ca. 5.5 Milliarden Unzen) Gold abgebaut. Könnte man sämtliches Gold zu einem Würfel zusammenschmelzen, hätte dieser eine Kantenlänge von etwa 19m.
2. 95% der jemals geförderten Menge Gold sind in Form von Schmuck, Barren und Münzen noch vorhanden.
3. Pro Jahr werden etwa 2’500 Tonnen Gold neu zu Tage gefördert und die Nachfrage beläuft sich auf etwa 4’000 Tonnen. Das Defizit wird hauptsächlich durch Recycling und Goldverkäufen westlicher Notenbanken und des IWF’s gedeckt.
4. Der grösste „Abnehmer“ von Gold ist Indien mit etwas mehr als 800 Tonnen (Tendenz steigend). Es wird erwartet, das China in kommenden Jahren etwa die gleiche Menge Gold wie Indien „konsumieren“ wird.
5. Letztes Jahr wurden rund 75 Millionen Unzen Gold abgebaut. In den letzten 7 Jahren ist die Produktion durchschnittlich um 8% p.a. rückläufig. Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2015 „nur noch“ etwa 50 Millionen Unzen neu gefördert werden. „Peak Gold“ war im Jahr 2003.
6. Kommt es im Dollar- und/oder EURO-Raum zu Währungsreformen, dürfte die Kaufkraft vom Gold mit einem Faktor 10 – 20 zunehmen. Was heisst das genau?
Viele Anleger fragen mich wie hoch der Goldpreis steigen wird. Der Goldpreis wird 24 Stunden in US Dollar gehandelt und festgestellt. Je nach Währungsreform-Konditionen kann der Goldpreis auf US Dollar 5’000, 50’000 oder 500’000 steigen. Im Gegenzug vermindert sich der „Wert“ des US Dollar drastisch, -30 bis -90% sind nicht auszuschliessen.
Da heute aber noch keine fundierte Aussage über die genauen Konditionen der unumgänglichen Währungsreformen getroffen werden kann, macht eine Goldpreis-Prognose in US Dollar nicht wirklich Sinn. Viel wichtiger ist die Aussage, dass man zum Beispiel mit 1 Unze Gold (31.1 Gramm) nach Währungsreformen rund 10 -20 X mehr Güter erwerben kann wie heute. Der Faktor 10 – 20 ist übrigens ganz einfach von der Hausse des Goldpreises im letzten Jahrhundert abgeleitet. Damit sei aber ausdrücklich nicht versprochen, dass ein Anleger sein physisches Gold bei einer Numismatik-Abteilung einer Bank mit einem Kaufkraft-Faktor mal 10, mal 20 veräussern kann oder wird. Diese „Transaktkion“ findet dann doch wohl eher im „Schwarzmarkt-Bereich“ statt. Der Goldpreis ist von den 30er-Jahren bis 1980 um den Faktor 20 angestiegen. Bei diesem Vergleich ist absichtlich nicht berücksichtigt, dass die heutige Summe an Papiergeld – verglichen mit dem „rein theoretisch“ verfügbaren Gold – nochmals zusätzlich das x-Fache der Menge beträgt. Somit könnte die Kaufkraft von Gold sogar noch um mehr „als nur“ um den Faktor 20 zulegen.
7. Wird der Erwerb und Besitz von Gold verboten? Diese Frage kann nicht abschliessend und für alle Länder gleich beantwortet werden. Was den Erwerb angeht, kommt irgendwann der Zeitpunkt, da gibt es gar nicht mehr genügend physisches Gold angeboten oder dann eben zu massiv höheren Preisen. Möglicherweise bieten einige Notenbanken nach einer Währungsreform (Stufe 1) an, dass man das Gold zu einem fixen (und schlechten) Kurs in das neue Spielgeld umtauschen kann, in gewissen Staaten vielleicht sogar MUSS. In vielen asiatischen Länder wird ein Goldverbot nicht umsetzbar sein, so zum Beispiel in Indien, ist doch Gold das Hochzeitsgeschenk Nummer 1!
So, das war mal Teil 1 zu „wie versichere ich meinen Wohlstand“ und zu Gold…..
Der zweite Teil der folgt heute und fokussiert voll und ganz auf SILBER!
Freundliche Grüsse
Oli Disler

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Soll man dann nach Ihrer Theorie sich auch etliche kleinere Gold- und Silbermünzen und nicht die günstigeren 1kg SilberMünzen bzw. Goldbarren zulegen, da sie sich besser tauschen oder auf dem Schwazmarkt veräussern lassen und die Banken einem einen zu schlechten Kurs anbieten ?
Ihr Gedankengang ist absolut richtig. Münzen sind meiner Ansicht nach die bessere Aufbewahrungsform. Zumindest sollte man einen Teil seiner physischen Gold- und Silberbestände in Münzform halten. Zur Zeit sind immer noch unglaublich viele Investoren in physisch hinterlegte Gold- und Silber-ETF’s investiert. Falls es bei diesen ETF’s zu Massenausübungen kommt, erhalten viele 12.5KG Gold- und 31.1 Silber-Standardbarren. Spätestens dann, wird ein noch grösserer „run“ auf Münzen stattfinden. Das könnte im extremsten Falle dazu führen, dass man für Standardbarren gerade einmal den Gold- und Silberpreis bezahlt kriegt und weil die Nachfrage nach Münzen die Produktionskapazitäten massiv übersteigt, Gold- und Silbermünzen mit starken aufschlägen gehandelt werden. Dieses Thema ist wichtig und ich schreibe dazu bald einen Beitrag. Vielen Dank für Ihre interessante Frage.
Freundliche Grüsse
oliver disler augentum fs